Was macht ein ayurvedisches Essen aus?

Es gibt seit jeher eine Menge von Ernährungsweisen und jedes Jahr kommen neue Trends hinzu oder rücken wieder in den Hintergrund. Traditionelle Formen der Ernährung bleiben dagegen häufig bestehen – oft aus dem Grund, weil sie den Menschen ganzheitlich betrachten und ihre Weisheiten aus der Erfahrung von vielen Generationen beziehen. Eine besondere Ernährungslehre ist die des Ayurveda. Im folgenden Blogbeitrag habe ich die wichtigsten Informationen über diese einzigartige Küche zusammengestellt.

Gesunde Ernährung als Baustein

Ayurveda – aus dem Sanskrit übersetzt „Wissen vom langen Leben“ – stammt aus Indien. Die traditionsreiche Heilkunst sieht den Menschen als Ganzes und setzt einen besonderen Schwerpunkt darauf, durch eine gesunde Lebensweise die Entstehung von Krankheiten von vornherein zu vermeiden. Neben Yoga, Massagen und Reinigung kommt dabei der ayurvedischen Küche eine besondere Bedeutung zu. Sie hilft durch spezielle, oft vegetarische Rezepte mit, die Verdauungs-und Stoffwechselprozesse im Organismus zu harmonieren und den Menschen in ein ganzheitliches Gleichgewicht zu bringen.

Die Balance der Doshas

Wer sich mit der ayurvedischen Ernährung auseinandersetzt, trifft schnell auf den Begriff der Doshas. Die Lebensenergien Vata, Pitta und Kapha sind im menschlichen Körper in unterschiedlicher Ausprägung vorhanden und bestimmen dessen Konstitutionstypen. Im Ayurveda – speziell der Ernährungslehre – geht es darum, Ungleichgewichte der Doshas auszugleichen, um Krankheiten zu verhindern oder zu heilen.

Rezepte für Körper, Geist und Seele

Als ayurvedisch und vegetarisch orientierter Koch möchte ich den Menschen Rezepte anbieten, die den Menschen gleich unter mehreren Aspekten etwas Gutes tun und darüber hinaus auch überraschend vielseitig, ja sogar kreativ sind. Drei Grundprinzipien leiten mich dabei in meiner täglichen Arbeit:

1. Der gute Geschmack

Ein bewusst und liebevoll zubereitetes Essen regt die Sinne an. Neben einem appetitlichen Äußeren und einem verführerischen Duft ist es natürlich vor allem der Geschmack, der im Mittelpunkt steht. Für meine Rezepte nutze ich den unverfälschten Eigengeschmack frischer und naturbelassener Zutaten, unverwechselbare Gewürze und Geschmackskompositionen, die sich aus immer wieder neuen und nach den ayurvedischen Prinzipien zusammengestellten Kombinationen von Lebensmitteln ergeben. Die Vielfalt an Geschmacksrichtungen ist nicht nur gesund, sondern eröffnet immer wieder neue Genusserlebnisse.

2. Der Reichtum an Nährstoffen

Noch vor dem Genuss ist es die Aufgabe der regelmäßigen Nahrungsaufnahme, den Körper mit all den notwendigen Nährstoffen zu versorgen, die er für seine täglichen Leistungen braucht. In meiner ayurvedischen Küche kreiere ich deshalb Rezepte, die zahlreiche unterschiedliche Nahrungsmittel enthalten. Durch diese Vielfalt an Zutaten ist gewährleistet, dass ein großer Reichtum an Nährstoffen aufgenommen werden kann.

3. Die Unterstützung des Stoffwechsels

Nur ein funktionierender Stoffwechsel ist in der Lage, dem Organismus alles zu geben, was er für eine uneingeschränkte Leistungsfähigkeit braucht. Denn nur bei einer guten Stoffwechselfunktion können alle Nährstoffe vom Körper optimal aufgenommen und auch verwertet werden. Mir ist es wichtig, in meiner Küche vegetarische Rezepte anzubieten, die alle im Ayurveda bekannten Geschmacksrichtungen enthalten.

Es gibt sechs solcher Geschmacksrichtungen:
– süß
– sauer
– salzig
– scharf
– bitter
– herb / zusammenziehend

Sie alle sollten in jeder ayurvedischen Mahlzeit vorhanden sein, damit es dem Körper an nichts fehlt. Zusammen stimulieren sie nach der Ernährungslehre des Ayurveda das Verdauungsfeuer und vermeiden eine Ansammlung von Schlacken oder Giftstoffen im Körper.

Auch die richtige Kombination qualitativ hochwertiger beziehungsweise das Vermeiden bestimmter Kombinationen ist mir bei der Erstellung meiner Rezepte wichtig. Zusammen mit sorgsam ausgewählten Kräutern schaffe ich so Gerichte, die leicht zu verwerten sind und den Organsimus nicht belasten. So werden in der ayurvedischen Küche beispielsweise keine tierischen Fette miteinander kombiniert und alle Obstsorten ohne andere Zutaten gegessen. Ich achte auf die wichtigen Kombinationsverbote in Zusammenhang mit Milch und nutze die wertvolle Kombination von Gemüsen und Salaten mit den süßen Nahrungsmitteln wie zum Beispiel Kartoffeln und Teigwaren für ebenso schmackhafte wie gesunde vegetarische Gerichte.